Dichteste direkte Filterqualität
Für Prozesse, in denen Feinstoffdurchgang oder trübes Filtrat im Vordergrund stehen und der höhere Gewebewiderstand zum Prozess passt.
Filtertuch 3L ansehen →Choosing the right filter medium is critical for efficient solid-liquid separation in industrial processes. At Winkler Filtration, we offer highly specialised filter cloths designed specifically for use in chamber filter presses and precoat filtration systems. Our fabrics stand out for their mechanical stability, excellent cake release and chemical resistance.
In der Kammerfilterpresse liegt das Filtertuch zwischen Suspension, Filterkuchen und Filtrat. Eine einzelne Mikronzahl beantwortet deshalb nicht, welche Qualität zum Prozess passt. Entscheidend sind Filtratqualität, Durchsatz, Kuchenaufbau, Kuchenablösung und die Rolle des Gewebes im Verfahren.
Für Prozesse, in denen Feinstoffdurchgang oder trübes Filtrat im Vordergrund stehen und der höhere Gewebewiderstand zum Prozess passt.
Filtertuch 3L ansehen →Für Anwendungen, bei denen 3L zu dicht erscheint, 7L aber nicht die gewünschte Filtratqualität liefert.
Filtertuch 6L ansehen →Als Ausgangspunkt für planbare direkte Filtrationsprozesse ohne außergewöhnlich hohen Feinheits- oder Durchsatzbedarf.
Filtertuch 7L ansehen →Für Prozesse, in denen Durchsatz, wechselnde Feststoffbelastung oder eine schwierige Kuchenablösung stärker gewichtet werden.
Filtertuch 15L ansehen →Für Verfahren, bei denen die eigentliche Feinstfiltration durch eine aufgebaute Anschwemmschicht erfolgen soll.
Filtertuch 67L ansehen →In der Kammerfilterpresse liegt das Filtertuch zwischen Suspension, Filterkuchen und Filtrat. Es hält die ersten Feststoffe zurück, trägt den entstehenden Kuchen und beeinflusst, wie schnell Flüssigkeit aus den Kammern austritt. Nach dem Öffnen der Presse kommt ein weiterer Punkt hinzu: Der Kuchen soll sich möglichst sauber lösen, ohne dass das Gewebe bei jedem Zyklus unnötig zugesetzt oder mechanisch belastet wird.
Eine einzelne Mikronzahl beantwortet diese Fragen nicht. Zwei Tücher können nominell mit 25 µm geführt werden und sich im Betrieb trotzdem deutlich unterscheiden, weil Garnaufbau, Bindung, Oberfläche und Durchlässigkeit anders sind. Deshalb beginnt die Auswahl bei uns nicht mit „möglichst fein“, sondern mit dem konkreten Prozessproblem.
| Ausführung | Dokumentierter Aufbau / Kennwert | Prozessrolle | Besonders sinnvoll, wenn … |
|---|---|---|---|
| Filtertuch 3L | 10 µm nominell; PP-Multifil/Stapelfaser; 620 ± 40 g/m²; Luftdurchlässigkeit 3 ± 1 l/dm²/min | dichteste direkte Filterqualität | Feinstoffdurchgang oder trübes Filtrat das Hauptproblem sind und der höhere Gewebewiderstand zum Prozess passt |
| Filtertuch 6L | 20 µm nominell; PP-Monofil in der Kette, Multifil im Schuss; 400 g/m²; 6 l/dm²/min bei 200 Pa | feine Zwischenstufe | 3L zu dicht erscheint, 7L aber nicht genug Filtratqualität liefert |
| Filtertuch 7L | 25 µm nominell; PP-Monofil; gewaschen, thermofixiert und kalandriert | wirtschaftliche Standardqualität | ein planbarer Prozess ohne außergewöhnlich hohen Feinheits- oder Durchsatzbedarf im Vordergrund steht |
| Filtertuch 15L | 25 µm nominell; PP-Monofil/Multifil; 320 ± 40 g/m²; 15 ± 6 l/dm²/min | durchlässigere 25-µm-Alternative | der Durchsatz, wechselnde Feststoffbelastung oder eine schwierige Kuchenablösung stärker gewichtet werden |
| Monofil-Filtertuch 67L | 46 µm Porengröße; PP-Monofil; 275 g/m²; 111 l(n)/m²/s bei 2 mbar | Trägergewebe für Anschwemmfiltration | die eigentliche Feinstfiltration durch eine aufgebaute Anschwemmschicht erfolgen soll |
Die Luftdurchlässigkeit charakterisiert das trockene Gewebe unter den jeweils angegebenen Prüfbedingungen. Sie ist kein garantierter Flüssigkeitsdurchsatz der fertigen Filterpresse. Auch die nominellen Werte von 10, 20 und 25 µm sind keine absoluten Abscheidegrenzen. Beim 67L stammt die Angabe von 46 µm aus der dokumentierten Porengröße und ist deshalb nicht eins zu eins mit den nominellen Sortimentswerten der anderen Tücher vergleichbar.
10 µm klingt zunächst besser als 25 µm. In der Praxis kann ein sehr dichtes Tuch aber genau dann die falsche Wahl sein, wenn die Presse dadurch deutlich langsamer füllt, der Differenzdruck früh ansteigt oder der Kuchen nicht sauber aufgebaut wird. Umgekehrt bringt ein offeneres Gewebe wenig, wenn zu viele Feststoffe in das Filtrat gelangen und nachgeschaltete Leitungen, Pumpen oder Prozessstufen belastet werden.
Das Filtertuch 3L steht deshalb für möglichst dichte direkte Filtration. 6L bildet die feinere Zwischenstufe. 7L ist der Ausgangspunkt für viele planbare Standardprozesse. 15L richtet sich an Anwendungen, bei denen eine höhere dokumentierte Durchlässigkeit wichtiger wird. 67L gehört in eine andere Verfahrensgruppe: Es trägt eine Anschwemmschicht und soll selbst möglichst wenig zusätzlichen Strömungswiderstand erzeugen.
Bei der direkten Kuchenfiltration hält zunächst das Gewebe Feststoffe zurück. Schon nach kurzer Zeit bildet sich auf der Oberfläche eine eigene Filterschicht aus dem Prozessmedium. Dieser Filterkuchen übernimmt im weiteren Zyklus einen zunehmenden Teil der Trennwirkung. Das erklärt auch, warum das Filtrat zu Beginn anders aussehen kann als nach stabilem Kuchenaufbau.
Welche Qualität passt, hängt von Partikelverteilung, Feststoffkonzentration, Viskosität, Pressdruck, gewünschter Restfeuchte und der Frage ab, ob Filtratqualität oder Durchsatz den größeren wirtschaftlichen Einfluss haben. Für neue Medien oder einen Wechsel von 7L auf 15L – oder umgekehrt – ist ein Vergleich unter realen Anlagenbedingungen oft aussagekräftiger als ein einzelner Laborwert.
Bei der Anschwemmfiltration liegt die eigentliche Feinstfiltration nicht allein beim Tuch. Vor oder während des Prozesses wird ein Filterhilfsmittel auf dem monofilen Trägergewebe aufgebaut. Erst diese Schicht bestimmt maßgeblich, welche feinen Bestandteile zurückgehalten werden.
Das 67L stellt dafür eine offene, glatte Trägerfläche bereit. Dosierung, Auswahl des Filterhilfsmittels, Schichtaufbau und Arbeitsschutz gehören jedoch zum jeweiligen Verfahren und nicht zum Lieferumfang des Filtertuchs. Wer das 67L ohne Anschwemmschicht wie ein klassisches Feinstfiltertuch einsetzt, nutzt es außerhalb seiner eigentlichen Rolle.
Kammerfilterpressen werden für sehr unterschiedliche wässrige Suspensionen eingesetzt: Prozesswasser mit Feststoffanteil, Spül- und Waschwässer, mineralische Schlämme, Rückstände aus der Metallbearbeitung oder andere Industrieschlämme. Das bedeutet nicht, dass jedes unserer Filtertücher automatisch für jedes Medium geeignet ist.
Vor der Auswahl müssen mindestens Feststoffart, Konzentration, Partikel- oder Flockenstruktur, Temperatur, pH-Wert und mögliche Lösemittel oder Additive bekannt sein. Das austretende Filtrat ist nach der Filtration außerdem nicht automatisch einleitfähig. Je nach Prozess können weitere Behandlungsschritte, Kontrollen oder eine getrennte Entsorgung erforderlich sein.
Monofile Garne sind glatte Einzelfäden. Sie lassen sich zu definierten, vergleichsweise offenen Strukturen verweben und neigen oft weniger dazu, feine Feststoffe dauerhaft zwischen einzelnen Filamenten einzulagern. Multifile Garne bestehen aus vielen feinen Filamenten. Damit lassen sich dichtere Filterflächen aufbauen, die den Rückhalt feiner Bestandteile unterstützen können.
Kombinierte Gewebe nutzen beide Garnarten. Beim 6L liegt Monofil in der Kette und Multifil im Schuss; beim 15L wird ebenfalls eine Mono-/Multifil-Konstruktion eingesetzt. Diese Unterschiede sind kein technisches Detail für das Datenblatt, sondern ein echter Auswahlgrund: Sie beeinflussen Struktur, Durchlässigkeit, Kuchenaufbau und Reinigung.
7L und 15L werden beide mit 25 µm nominell geführt. Damit endet die Gemeinsamkeit aber nicht erst im Kleingedruckten. Das 7L ist ein kalandriertes PP-Monofil-Gewebe und wird als wirtschaftliche Standardqualität eingeordnet. Das 15L kombiniert Mono- und Multifil, wiegt 320 ± 40 g/m² und besitzt eine dokumentierte Luftdurchlässigkeit von 15 ± 6 l/dm²/min.
Wer mit 7L ein stabiles Filtrat und planbare Zyklen erreicht, hat keinen Grund, allein wegen eines höheren Luftwertes zu wechseln. 15L wird interessant, wenn der Durchsatz zum Engpass wird oder wenn schwankende Belastung und schwierige Kuchenablösung einen anderen Gewebeaufbau rechtfertigen. Die Entscheidung sollte am realen Medium geprüft werden.
In einem Plattenpaket müssen nicht zwangsläufig alle Filtertücher identisch sein. Kopf- und Endplatten können andere Einläufe, Halsausführungen, Randgeometrien oder Befestigungen besitzen als die übrigen Kammerplatten. Deshalb reicht die Angabe „Plattengröße 630“ für eine belastbare Sonderanfertigung meist nicht aus.
WINKLER fertigt Kopf- und Endtücher auf Anfrage aus 3L, 6L, 7L, 15L und 67L. Möglich sind außerdem abweichende Öffnungen, Sonderkonturen, Randverstärkungen und anlagenspezifische Konfektionen. Am sichersten ist eine technische Zeichnung. Alternativ helfen ein gereinigtes Muster, gut erkennbare Fotos und vollständige Maße.
Bleiben Kuchenreste auf dem Tuch, sollte nicht sofort mit mehr Kraft gearbeitet werden. Ursachen können ein unvollständiger Zyklus, eine ungeeignete Gewebequalität, klebrige Feststoffe, beschädigte Oberflächen oder eine falsche Reinigung sein. Scharfkantige Metallwerkzeuge erhöhen das Risiko von Schnitten und punktuellen Schäden.
Für die manuelle Reinigung bieten wir einen Filterpressenschaber aus PE-MD oder PE-HD an. Vor jeder Arbeit muss die Presse stillgesetzt, drucklos und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen gesichert sein. Der Schaber wird flach geführt; Nähte, Falten und Dichtbereiche dürfen nicht punktuell belastet werden.
Der Blitzbinder mit 120 mm Länge ist wiederverschließbar und kann bei geeignetem Zustand mehrfach verwendet werden. Er gehört nicht zu jeder Filterpresse und ersetzt keine anlagenspezifische Befestigung. Nutzen Sie ihn nur dort, wo Geometrie, Belastung und Montageart dafür vorgesehen sind. Vor einer erneuten Verwendung sollten Verschluss und Material auf Beschädigungen geprüft werden.
Die Antworten helfen bei der Einordnung von Verfahren, Mikronangaben, Gewebequalitäten, Sondertüchern und Reinigung.
Die Auswahl hängt von Verfahren, Medium, Partikelverteilung, gewünschter Filtratqualität, Durchsatz, Kuchenablösung und Plattengeometrie ab. Die Mikronzahl allein reicht nicht. Eine ausführliche Entscheidungshilfe finden Sie im Ratgeber Welches Filtertuch passt zur Kammerfilterpresse?.
Bei der direkten Kuchenfiltration halten 3L, 6L, 7L oder 15L zunächst die Feststoffe zurück; anschließend übernimmt der entstehende Filterkuchen einen Teil der Trennwirkung. Beim 67L bildet ein Filterhilfsmittel auf dem monofilen Trägergewebe die eigentliche Filterschicht. Mehr dazu steht auf der Anwendungsseite Anschwemmfiltration mit Monofil-Trägergewebe.
Nein. Ein dichteres Filtertuch kann den Feinstoffrückhalt verbessern, aber auch den Widerstand erhöhen und den Zyklus verlängern. Die Werte 10, 20 und 25 µm sind nominelle Sortimentsangaben und keine garantierten Abscheidegrenzen. Der Ratgeber µm, Porengröße und Luftdurchlässigkeit erklärt die Unterschiede im Detail.
Beide werden nominell mit 25 µm geführt. 7L ist ein kalandriertes PP-Monofil-Gewebe für planbare Standardprozesse. 15L kombiniert Mono- und Multifil und besitzt eine höhere dokumentierte Luftdurchlässigkeit. Ein Wechsel ist vor allem dann interessant, wenn Durchsatz oder Kuchenablösung zum Engpass werden. Zum vollständigen Vergleich: Filtertuch 7L oder 15L?.
Ja. WINKLER fertigt Kopf- und Endtücher aus allen fünf Qualitäten 3L, 6L, 7L, 15L und 67L. Benötigt werden Plattenmaße, Einlauf, Hals- oder Durchsteckausführung, Rand, Befestigung und Position im Plattenpaket. Eine Zeichnung oder ein gereinigtes Muster erleichtert die Zuordnung. Weitere Hinweise finden Sie im Ratgeber Filtertuch nach Maß sowie Kopf- und Endtücher.
Die Presse muss stillgesetzt, drucklos und gesichert sein. Kuchenreste werden mit geeignetem Werkzeug und möglichst flachem Winkel gelöst; Nähte, Falten und Dichtbereiche dürfen nicht punktuell belastet werden. Druck, Temperatur und Reinigungschemie müssen zum Gewebe und zum Medium passen. Passende Hinweise und den Kunststoffschaber finden Sie unter Filterpressentücher reinigen und Filterpressenschaber.
Für Standardformate können Sie die passende Qualität direkt über die Produktseite auswählen. Wird ein vorhandenes Tuch ersetzt oder ist der Prozess nicht eindeutig, helfen uns die bisherige Tuchbezeichnung, ein Foto oder Muster, Plattenmaß und Einlaufgeometrie sowie Angaben zu Medium, Temperatur, pH-Wert, Feststoff und aktuellem Problem.
Sie müssen dafür kein vollständiges Laborprotokoll vorbereiten. Oft reichen die vorhandene Filterplatte, ein gereinigtes Altteil und eine ehrliche Beschreibung dessen, was heute nicht gut funktioniert. Über unsere Produktberatung für Filtertechnik prüfen wir die vorhandenen Angaben. Bei Sonderkonturen, Kopf- und Endtüchern oder neuen Gewebequalitäten wird die Ausführung vor der Fertigung abgestimmt.
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