Filtersack zur Schlammentwässerung mit 1,25 m³ auf einem Quadratmeter
F-BAG ist der Produktname unserer freistehenden Filtersäcke zur Schlammentwässerung Mehr dazu, XXL die größte Standardgröße der Reihe. Der WINKLER F-BAG XXL fasst 1,25 m³ und steht dabei auf genau einem Quadratmeter. Das ist die zentrale Eigenschaft dieser Größe: Er holt das Maximum aus einer Stellfläche heraus, die im Betrieb ohnehin knapp ist. Erreicht wird das über die Bauhöhe von 1,25 Metern.
Gegenüber der Größe XL, die dieselbe Grundfläche hat, aber nur 0,80 Meter hoch ist, gewinnen Sie rund 56 Prozent mehr Nutzvolumen, ohne einen Quadratzentimeter mehr Platz zu belegen Mehr dazu. Wenn der Aufstellort feststeht und der Anfall steigt, ist das der direkteste Hebel.
Wofür der WINKLER F-BAG XXL gebaut ist
Der XXL ist die richtige Wahl, wenn regelmäßig größere Chargen anfallen und der Aufwand pro Sack ins Gewicht fällt. Jeder Sack bedeutet Aufstellen, Ausrichten, Befüllen, Warten, Bergen, Transportieren, Entsorgen. Bei gleicher Schlammmenge verteilt sich dieser Aufwand auf weniger Einheiten.
Bewährte Einsatzbereiche sind Fahrzeug- und Schienenfahrzeugwaschanlagen mit regelmäßig zu leerenden Schlammfängen, Betonwerke und Betonbearbeitung mit Säge-, Schleif- und Spülwasser Mehr dazu, Recyclingbetriebe mit wiederkehrenden Prozesswässern, Bohrschlämme aus Steinbruch und Betonbohrung Mehr dazu, Kehrschlamm aus der Straßenreinigung Mehr dazu sowie industrielle Nebenströme, bei denen Feststoffe vor der weiteren Behandlung abgetrennt werden.
Vor der Bestellung prüfen: Befüllhöhe, Hakenhöhe, Standfestigkeit
Die Höhe von 1,25 Metern ist der Grund für das Volumen und gleichzeitig die einzige echte Einschränkung. Drei Punkte lohnen einen kurzen Blick, bevor Sie bestellen.
Befüllung. Der Sack ist oben offen. Das Gemisch sollte von oben eingebracht werden können, ohne dass Schlauch oder Rohr über der Oberkante hängen müssen. Prüfen Sie die Höhe Ihres Auslaufs.
Bergung. Zum Anheben braucht der gefüllte Sack Hakenhöhe. Rechnen Sie die Bauhöhe plus Anschlagmittel plus Bodenfreiheit. Bei knapper Hallenhöhe ist der XL mit 0,80 Metern die sicherere Wahl Mehr dazu.
Standfestigkeit. Ein schlanker, hoher Sack braucht ebenen, tragfähigen Untergrund. Auf unebenem Schotter oder in einer Mulde mit Gefälle kann sich ein gefüllter Sack schieflegen.
Arbeitslast: bei 1,25 m³ der begrenzende Faktor
Bei 1,25 m³ Füllvolumen wird die Arbeitslast schnell zum begrenzenden Faktor. Schon ein entwässerter Schlamm mit 0,8 t/m³ ergibt bei voller Füllung rund eine Tonne. Mineralische Schlämme liegen deutlich darüber.
In der Praxis heißt das: Bei schwerem Material ist nicht das Volumen die Grenze, sondern die Last. Sie werden den Sack dann nicht bis zur Oberkante füllen, sondern bis zur zulässigen Masse. Wer das von vornherein einplant, wählt die 900-Kilogramm-Klasse und dokumentiert eine Füllhöhenmarke für das Personal. Wer das nicht einplant, steht irgendwann vor einem Sack, den er nicht anheben darf.
Zur Orientierung, jeweils bei voller Füllung von 1,25 m³:
| Dichte nach Entwässerung |
Rechnerische Masse |
Konsequenz |
| 0,7 t/m³ |
rund 875 kg |
900-kg-Klasse, volle Füllung möglich |
| 1,0 t/m³ |
rund 1.250 kg |
900-kg-Klasse, Füllhöhe begrenzen |
| 1,5 t/m³ |
rund 1.875 kg |
900-kg-Klasse, deutlich unter halbe Füllhöhe |
Bei Dichten ab etwa 1,0 t/m³ lohnt die Überlegung, ob nicht zwei kleinere Säcke die praktischere Lösung sind. Sie lassen sich einzeln bergen und nutzen ihr Volumen tatsächlich aus. Der Größenratgeber rechnet das durch Mehr dazu.
Wie die Entwässerung abläuft
Das Schlamm-Wasser-Gemisch wird von oben eingebracht, etwa über Schlauch, Rohr, Pumpe oder aus einem Sammelbehälter. Das Wasser tritt über die benetzte Textilfläche aus, die Feststoffe bleiben zurück und bilden einen Filterkuchen. Dieser Kuchen erhöht mit der Zeit die Rückhaltewirkung und senkt gleichzeitig den Durchfluss.
Das austretende Filtrat muss aufgefangen werden. Ob es eingeleitet, weiterbehandelt oder entsorgt werden muss, richtet sich nach dem Ausgangsmedium und den örtlichen Vorgaben. Nach ausreichender Entwässerung wird der Sack innerhalb der gewählten Arbeitslast über die vier Gurtschlaufen bewegt. Sack und Inhalt werden gemeinsam entsorgt.
Eine belastbare Entwässerungsdauer können wir nicht zusagen. Sie hängt von Feststoffgehalt, Partikel- und Flockengröße, Temperatur, Konditionierung und Kuchenaufbau ab. Bei einem unbekannten Schlamm ist ein Vorversuch mit einem Sack die verlässlichste Grundlage für die weitere Planung. Den vollständigen Ablauf beschreibt der Prozessratgeber Mehr dazu.
Technische Daten Filtersack 1,25 m³
| Merkmal |
Wert |
| Nutzvolumen |
1,25 m³ |
| Grundfläche |
1,00 × 1,00 m |
| Höhe |
1,25 m |
| Arbeitslast |
400, 600 oder 900 kg wählbar |
| Gurte |
280 mm überstehend |
| Material |
PP-Geotextil, thermisch gebunden, hydrophilisiert |
| Flächengewicht |
200 g/m² |
| Materialdicke |
ca. 2,0 mm |
| Öffnungsweite |
O90 100 µm |
| Durchfluss Material |
80 l/s/m² bei 50 mm WS; 135 l/s/m² bei 100 mm WS |
| Befüllung |
oben offen, ohne feste Anschlussöffnung |
| Nutzung |
Einwegprodukt |
| Lieferzeit |
1–2 Werktage |
Häufige Fragen zum Filtersack mit 1,25 m³
Bei der größten Standardgröße geht es in den Rückfragen meist um Grenzen: Dauerbetrieb, Lastklassen, Einbaumaße und die Abgrenzung zum Big Bag.
Kann der XXL kontinuierlich befüllt werden?
Er kann über einen längeren Zeitraum schrittweise befüllt werden, solange Volumen und Arbeitslast eingehalten werden. Ein Dauerbetrieb mit konstantem Zulauf ist etwas anderes: Dafür sind kontinuierlich arbeitende Verfahren wie Dekanter oder Kammerfilterpresse ausgelegt. Der Filtersack arbeitet chargenweise.
Warum kostet die 900-kg-Variante deutlich mehr?
Die höhere Arbeitslast wird über verstärkte Gurte, zusätzliche Nähte und Verstärkungsbänder erreicht. Das ist Material- und Fertigungsaufwand, der direkt in die Tragfähigkeit geht.
Passt der XXL in einen Standardcontainer oder eine Mulde?
Bei einem Quadratmeter Grundfläche und 1,25 Metern Höhe hängt das vom Innenmaß und der lichten Höhe ab. Häufig ist die Höhe das Problem. Prüfen Sie die Maße Ihrer Aufnahme, bevor Sie bestellen. Wenn nichts passt, fertigen wir nach Ihren Maßen Mehr dazu.
Was ist der Unterschied zu einem Big Bag?
Ein Big Bag oder FIBC ist ein Transportbehälter für Schüttgut mit eigener Prüf- und Zertifizierungslogik. Der F-BAG ist ein Filtermedium: Er lässt Wasser gezielt durch die Wandung austreten. Beides sieht ähnlich aus und erfüllt unterschiedliche Aufgaben. Für Transportanforderungen nach FIBC-Norm ist der F-BAG nicht ausgelegt.
Können wir den XXL vorab testen?
Ja, und bei einem neuen Medium ist das der sinnvollste Einstieg. Ein einzelner Sack mit einer realen Charge zeigt Entwässerungsverhalten, Restmasse und Handhabung besser als jede Rechnung.