Standardausführung
Für eingefahrene galvanische Standardprozesse steht der Anodenbeutel mit 15 µm aus PP-Gewebe aus Stapelfasergarn zur Verfügung.
15-µm-Ausführung ansehen →WINKLER bietet drei aktive Anodenbeutel-Ausführungen für galvanische Prozesse sowie Kathodenbeutel für geeignete Profile in Eloxalanlagen.
Die Auswahl richtet sich nach nomineller Materialfeinheit, Gewebeaufbau, Elektrolyt, organischer Belastung, Anoden- oder Kathodenform und den Betriebsbedingungen. Die angegebenen Mikronwerte sind nominelle Material- beziehungsweise Lieferantenangaben und keine garantierten absoluten Abscheidegrenzen.
Anodenbeutel mit 5, 15 und 25 µm · Kathodenbeutel für Eloxalanlagen · Standardgrößen direkt bestellbar · Sondermaße auf Anfrage
Die drei Anodenbeutel erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Mikronzahl allein trägt deshalb keine Auswahlentscheidung. Materialaufbau, Oberfläche, dokumentierte Luftdurchlässigkeit und der jeweilige Auswahlgrund müssen gemeinsam betrachtet werden.
Für eingefahrene galvanische Standardprozesse steht der Anodenbeutel mit 15 µm aus PP-Gewebe aus Stapelfasergarn zur Verfügung.
15-µm-Ausführung ansehen →Der Anodenbeutel mit 5 µm besteht aus thermisch geglättetem PP-Nadelfilz und ist feiner ausgelegt als die Standardausführung.
5-µm-Ausführung ansehen →Der Anodenbeutel mit 25 µm besitzt ein kalandriertes PP-Monofilamentgewebe und ist für organisch belastete Elektrolyte sowie dafür freigegebene Nickelbäder vorgesehen.
25-µm-Ausführung ansehen →Anodenbeutel umschließen Anoden, Anodenkörbe oder andere geeignete Anodenformen. Während des galvanischen Prozesses können sich von der Anode partikuläre Rückstände lösen. Der textile Beutel hält einen Teil dieser Feststoffe unmittelbar im Bereich der Anode zurück und unterstützt dadurch die Kontrolle von Anodenschlamm im Elektrolyten.
Die Begriffe Anodenbeutel, Anodensack und Anodensäcke werden in der Praxis teilweise synonym verwendet. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung, sondern die passende Kombination aus Material, Filterfeinheit, Abmessung, Anodenform und Elektrolyt.
Ein Anodenbeutel wirkt unmittelbar im Bereich der Anode. Partikel oder Verunreinigungen, die aus anderen Quellen in das Bad gelangen, werden dadurch nicht automatisch erfasst.
Die drei Ausführungen unterscheiden sich nicht nur durch ihre nominelle Mikronangabe. Entscheidend sind vor allem Materialaufbau, Oberfläche und dokumentierte Durchlässigkeit.
| Ausführung | Materialaufbau | Oberfläche / Ausrüstung | Luftdurchlässigkeit | Auswahlgrund |
|---|---|---|---|---|
| Anodenbeutel 15 µm | PP-Gewebe aus Stapelfasergarn | gewaschen und thermofixiert | 50 l·dm⁻²·min⁻¹ | eingefahrener Standardprozess |
| Anodenbeutel 5 µm | PP-Nadelfilz | thermisch geglättet | 125 l·dm⁻²·min⁻¹ | feinere Rückstände |
| Anodenbeutel 25 µm | PP-Monofilamentgewebe | kalandriert und thermisch geglättet | 25 l·dm⁻²·min⁻¹ | organisch belasteter Elektrolyt |
Die Angaben 5, 15 und 25 µm sind nominelle Materialangaben des Gewebelieferanten und keine garantierten absoluten Abscheidegrenzen. Die dokumentierte Luftdurchlässigkeit beschreibt das flache Material und ist keine Aussage über den Elektrolytfluss des fertigen Beutels im Bad.
Die 15-µm-Ausführung ist für eingefahrene Standardprozesse mit bekanntem Elektrolyten vorgesehen, solange keine besondere Anforderung an Feinheit oder Badchemie dagegen spricht.
Die 5-µm-Ausführung wird geprüft, wenn feinere Rückstände erfasst werden sollen. Der andere Materialaufbau des Nadelfilzes gehört dabei zur Auswahlentscheidung.
Die 25-µm-Ausführung besitzt eine kalandrierte Monofilamentoberfläche und ist für organisch belastete Elektrolyte sowie dafür freigegebene Nickelbäder vorgesehen.
Hier wird kein weiterer Anodenbeutel ausgewählt. Dafür steht der separate Kathodenbeutel für Eloxalanlagen zur Verfügung.
Bei den dafür vorgesehenen Ausführungen werden die Schnittkanten des synthetischen Materials mit dem Laser bearbeitet. Dadurch wird das Ausfransen an der Schnittkante reduziert. Gleichzeitig entstehen dort keine klassischen Stichlöcher, wie sie bei einer zusätzlich vernähten Schnittkante auftreten würden. Konstruktion, Aufhängung und Passform werden passend zur jeweiligen Ausführung festgelegt.
Die Aussage bezieht sich ausschließlich auf die laserbearbeitete Schnittkante. Ein Filterbeutel muss durchlässig sein; daraus darf keine Aussage wie „100 % dicht“ oder „wasserdicht“ für den gesamten Beutel abgeleitet werden.
Viele gängige Abmessungen können direkt über den Shop bestellt werden. Für abweichende Anodenkörbe, Plattenanoden, Knüppelanoden oder besondere Einbausituationen fertigt WINKLER auch individuelle Anodenbeutel. Dafür werden insbesondere die Außenmaße, Anodenform, gewünschte Öffnung und die Bedingungen im galvanischen Bad berücksichtigt.
Anodenkorb, Plattenanode oder Knüppelanode sowie Länge, Breite, Umfang und benötigte Öffnung.
Elektrolyt, Konzentration, Additive, Temperatur und weitere Betriebsbedingungen.
Art der Aufhängung, Verschluss und tatsächliche Einbausituation im galvanischen Bad.
Gewünschte Stückzahl sowie Angaben zu wiederkehrendem Bedarf oder einer Sonderanfertigung.
Der Kathodenbeutel für Eloxal erfüllt eine andere Aufgabe als ein Anodenbeutel. Er wird als textile Abdeckung über geeignete Kathodenprofile in Eloxalanlagen gezogen.
An der Kathode eines Eloxalbades entsteht im Betrieb Gas. Aufsteigende Blasen können dabei feine Flüssigkeitströpfchen mit an die Badoberfläche tragen. Eine textile Abdeckung über dem Kathodenprofil kann dazu beitragen, den Austrag solcher Tröpfchen zu verringern.
Eine Verhinderung von Aerosolen oder eine bestimmte Reduktionswirkung wird nicht zugesagt. Der Kathodenbeutel ersetzt keine Absaugung oder andere technische Schutzmaßnahme und keine arbeitsschutzrechtliche Bewertung der Anlage.
Das Material ist Polypropylen mit einer maximalen Arbeitstemperatur von 90 °C. Passform und Materialeignung müssen für das konkrete Kathodenprofil und das jeweilige Bad geprüft werden.
Die Bezeichnungen Kathodenbeutel, Kathodensack und Kathodensäcke werden in der Praxis für diese textile Abdeckung verwendet.
Die Auswahl eines Anoden- oder Kathodenbeutels erfolgt nicht allein nach der Mikronangabe. Ebenso wichtig sind Elektrolyt, Konzentration, Temperatur, Partikelverteilung, Badbewegung, mechanische Beanspruchung und Einbausituation.
Alle vier aktiven Produkte bestehen aus Polypropylen. Die maximale Arbeitstemperatur beträgt 90 °C. Die konkrete Medienverträglichkeit hängt jedoch von Elektrolyt, Konzentration, Temperatur und Betriebsbedingungen ab und wird bei unklaren Anwendungen projektbezogen geprüft.
Anodenschlamm und andere partikuläre Rückstände können den galvanischen Prozess beeinflussen. Der Ratgeber zeigt, wie sich mögliche Quellen systematisch eingrenzen lassen.
Ratgeber zu Anodenschlamm lesen →5, 15 oder 25 µm: Welche Ausführung passt zu Ihrem galvanischen Prozess? Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede bei Material, Oberfläche und Auswahl.
Auswahlratgeber lesen →Antworten zu Funktion, Auswahl, Mikronwerten und Sondermaßen.
Ein Anodenbeutel umschließt eine geeignete Anode oder einen Anodenkorb und unterstützt den Rückhalt von Anodenschlamm sowie losen partikulären Rückständen im unmittelbaren Anodenbereich.
Beide Begriffe werden in der Praxis für dieselbe Produktart verwendet. „Anodenbeutel“ ist die Hauptbezeichnung der Kategorie; „Anodensack“ und „Anodensäcke“ werden als Synonyme verwendet.
Die Auswahl richtet sich nicht nur nach dem Mikronwert. Auch Materialaufbau, Oberfläche, Elektrolyt, organische Belastung, Partikelspektrum und notwendige Durchlässigkeit sind entscheidend. Der Auswahlratgeber erläutert die drei Ausführungen im Detail.
Nein. Die angegebenen Werte sind nominelle Material- beziehungsweise Lieferantenangaben. Der tatsächliche Rückhalt hängt zusätzlich von Partikelform, Badbewegung, Beladung, Filterkuchen und Zustand des Beutels ab.
Der Kathodenbeutel wird an geeigneten Kathodenprofilen in Eloxalanlagen eingesetzt. Er besitzt eine andere Funktion und gehört deshalb nicht in den Mikronvergleich der drei Anodenbeutel.
Ja. Für Sondermaße werden Elektrolyt, Temperatur, Anoden- oder Kathodenform, Länge, Breite beziehungsweise Umfang, Öffnung, Verschluss, Einbausituation und Stückzahl benötigt.
Wenn 5, 15 oder 25 µm nicht eindeutig zu Ihrem Prozess passen oder eine Standardgröße nicht zur vorhandenen Anode beziehungsweise zum Kathodenprofil passt, unterstützt die Produktberatung bei der Einordnung von Material, Geometrie und Betriebsbedingungen.
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