Feinfiltersack für den Teich mit 100 µm
Die feinste Stufe, meist als zweiter Durchgang
Nach einer normalen Teichreinigung bleibt oft eine Trübung zurück. Der
grobe Schlamm ist raus, aber feine Sedimente und Algenreste schweben weiter
im Wasser und setzen sich erst nach Tagen wieder ab.
Wer Schwebstoffe aus dem Teich entfernen will, kommt mit einer gröberen
Stufe nicht weiter. Genau hier arbeitet der
100-µm-Feinfiltersack. Mit einer dokumentierten
Materialmaschenweite von 105 Mikrometern ist er die
feinste Ausführung im Teichsortiment und erfasst Material, das durch den
150er
Mehr dazu
und erst recht durch den 400er
Mehr dazu
hindurchgeht.
Feiner heißt zwangsläufig auch empfindlicher
Das ist der Punkt, den diese Seite ehrlich benennen muss, weil er die
Kaufentscheidung beeinflusst.
Das 100-µm-Gewebe wiegt 65 Gramm pro Quadratmeter und ist
120 Mikrometer dick. Zum Vergleich: Das grobe
400-µm-Gewebe bringt 105 g/m² auf 285 Mikrometer Dicke. Der Feinfiltersack
ist also deutlich leichter und weniger als halb so dick.
Dazu kommt die offene Siebfläche: 33 Prozent gegenüber
52 Prozent beim groben Gewebe. Weniger Durchlassfläche bedeutet, dass sich
der Sack schneller zusetzt und das Wasser langsamer abläuft.
Beides ist keine Schwäche, sondern die physikalische Konsequenz aus der
Feinheit. Es bedeutet aber konkret: Der Feinfiltersack braucht mehr
Aufmerksamkeit. Er sollte nicht als erste Stufe bei starker Verschlammung
eingesetzt werden, er verträgt kein grobes oder kantiges Material, und er
will nach dem Einsatz sorgfältiger gereinigt werden als seine gröberen
Geschwister.
Zweistufig arbeiten
Für die meisten Anwender ist der 100er der zweite Durchgang, nicht der
einzige.
Der übliche Ablauf: Erst mit einem gröberen Sack absaugen, bis der Hauptteil
des Schlamms draußen ist. Dann den Sack wechseln und mit dem Feinfilter
nachfahren. Die Feststofflast verteilt sich damit auf zwei Säcke, und der
feine bleibt länger durchlässig.
Wer den 100er direkt bei starker Verschlammung einsetzt, wird ihn mehrfach
unterbrechen und ausspülen müssen. Das funktioniert, kostet aber mehr Zeit
als der Wechsel der Stufe
Mehr dazu.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Material |
monofiles Polyester-Siebgewebe
|
| Materialmaschenweite |
105 µm, Bereich 99 bis 111
|
| Offene Siebfläche |
33 %, Bereich 31 bis 35
|
| Dicke |
120 µm, Bereich 110 bis 130
|
| Flächengewicht |
65 g/m²
|
| Öffnung |
70 oder 105 mm, je nach Variante
|
| Verschluss |
offen oder mit Reißverschluss
|
| Nutzung |
reinigbar und wiederverwendbar
|
Der Sack ist in mehreren Größen erhältlich. Welche zu Ihrem
Teichschlammsauger und Ihrem Teich passt, hängt vom Auslassdurchmesser und
von der Menge ab, die Sie in einem Durchgang absaugen
Mehr dazu.
Reinigung: hier lohnt Sorgfalt
Beim feinen Gewebe entscheidet die Reinigung darüber, wie lange der Sack
brauchbar bleibt.
Nach dem Entleeren den Sack auf links drehen und mit klarem Wasser
gründlich ausspülen. Das Umdrehen ist bei dieser Feinheit besonders
wichtig: Von außen gespült würden die Partikel tiefer in die
Gewebestruktur gedrückt. Von innen gespült lösen sie sich.
Anschließend gegen das Licht halten. Ein sauberes Gewebe lässt gleichmäßig
Licht durch; Stellen, die dunkel bleiben, sind noch belegt. Kontrollieren
Sie dabei auch Nähte und Öffnung.
Eine Zahl möglicher Einsätze lässt sich nicht angeben. Sie hängt von der
Verschmutzung, von der Reinigungssorgfalt und davon ab, ob der Sack
mechanisch belastet wurde.
Was auch die feinste Stufe nicht leistet
Der Feinfiltersack macht das Wasser sichtbar klarer.
Vollständig klar wird es dadurch nicht.
Ein Teil der Trübung stammt von Partikeln unterhalb der Maschenweite, ein
Teil von gelösten Stoffen und Mikroorganismen. Beides erfasst ein textiler
Filter dieser Bauart nicht. Wer dauerhaft klares Wasser anstrebt, kommt an
der biologischen Situation im Teich nicht vorbei: Nährstoffeintrag,
Bepflanzung, Fischbesatz und Umwälzung bestimmen das Bild mehr als jeder
Filtersack
Mehr dazu.
Häufige Fragen zum Feinfiltersack mit 100 µm
Die Rückfragen betreffen vor allem das Verhältnis zur Standardstufe und
die schnellere Beladung.
Wann brauche ich 100 statt 150 µm?
Wenn nach der Reinigung noch eine sichtbare Trübung bleibt und Sie feinere
Schwebstoffe erfassen wollen. Bei normaler Verschmutzung reicht der 150er
Mehr dazu
und ist im Handling angenehmer, weil er sich langsamer zusetzt.
Setzt sich der Feinfiltersack schnell zu?
Schneller als die gröberen Ausführungen, ja. Mit
33 Prozent offener Siebfläche hat er deutlich weniger
Durchlassfläche als der 400er mit 52 Prozent. Wie schnell es tatsächlich
geht, hängt von der Schlammmenge ab. Bei starker Verschlammung ist eine
grobe Vorstufe die wirksamste Gegenmaßnahme.
Wird das Teichwasser damit klar?
Sichtbar klarer, ja. Vollständig klar nicht. Partikel unterhalb der
Maschenweite sowie gelöste Stoffe passieren das Gewebe. Für dauerhaft
klares Wasser sind Nährstoffhaushalt und Bepflanzung entscheidender als die
Filterfeinheit.
Aus welchem Material besteht der Sack?
Aus monofilem Polyester-Siebgewebe. Ältere Angaben, die
Polyethylen nennen, sind nicht korrekt; maßgeblich ist das
Werkprüfzeugnis vom Juli 2026.
Kann ich ihn auch für die erste Reinigung nehmen?
Möglich ist es, sinnvoll meist nicht. Bei viel Laub und grobem Schlamm ist
der Sack schnell voll und muss mehrfach unterbrochen werden. Der 400er
Mehr dazu
als erste Stufe spart in dem Fall Zeit.
Wie oft kann ich ihn wiederverwenden?
Solange Gewebe, Nähte, Öffnung und Verschluss unbeschädigt sind und sich
der Sack nach dem Spülen wieder gleichmäßig durchleuchten lässt. Eine feste
Zahl nennen wir nicht, weil sie zu stark von der Handhabung abhängt.