Filtersack zur Schlammentwässerung mit 0,125 m³ auf einem Viertelquadratmeter
F-BAG steht bei WINKLER für die freistehenden Filtersäcke zur Schlammentwässerung Mehr dazu, M für die kleinste der vier Volumengrößen. Der F-BAG M ist die kleinste Ausführung der Reihe, die frei steht. Er misst 0,50 auf 0,50 Meter im Grundriss, ist ebenso hoch und fasst 0,125 m³. Die Arbeitslast liegt bei 400 Kilogramm. Anders als bei L, XL und XXL gibt es hier keine Auswahl zwischen Lastklassen, weil die Größe bei dieser Bauform ihr sinnvolles Maximum bereits erreicht.
Die Zahl, die in der Praxis meist den Ausschlag gibt, ist nicht das Volumen, sondern die Grundfläche. Ein Viertelquadratmeter passt neben eine Maschine, in eine Ecke der Waschhalle oder auf eine Europalette, ohne den Arbeitsweg zu blockieren. Wer schon einmal einen Sack mit einem Quadratmeter Grundfläche in einer engen Werkstatt aufgestellt hat, kennt den Unterschied.
Kleine Chargen, wenig Stellfläche: für wen sich die Größe M rechnet
Die Größe M passt, wenn Entwässerung eine wiederkehrende, aber nicht tägliche Aufgabe ist. Wartungsarbeiten an einem Becken. Ein Reinigungszyklus, bei dem ein Schlammfang geleert wird. Kernbohrungen an einem Vormittag, bei denen Bohrschlamm anfällt Mehr dazu. Ein kleiner Nebenstrom, der neben dem Hauptprozess anfällt.
Wichtig ist die ehrliche Rechnung: 0,125 m³ sind 125 Liter. Ein Schlamm mit hohem Wasseranteil füllt das schneller, als die Zahl vermuten lässt, denn zu Beginn steht das Wasser noch im Sack, bevor es durch die Filterfläche austritt. Wenn Sie regelmäßig mehr als etwa hundert Liter je Charge haben, ist die Größe L mit 0,5 m³ Mehr dazu die wirtschaftlichere Wahl, weil sich der Aufwand für Aufstellen, Bergen und Entsorgen auf mehr Feststoff verteilt.
Arbeitslast bis 400 kg: die Grenze, die wirklich zählt
Das Volumen sagt, wie viel hineinpasst. Die Arbeitslast sagt, wie viel Sie danach anheben dürfen. Diese beiden Zahlen sind nicht dasselbe, und die zweite wird häufiger unterschätzt.
Ein mineralischer Schlamm mit hohem Feststoffanteil kann nach der Entwässerung deutlich über einer Tonne pro Kubikmeter wiegen. Bei 0,125 m³ bleibt man damit im Rahmen der 400 Kilogramm. Bei schweren Schlämmen aus Steinbearbeitung oder Metallschleiferei lohnt trotzdem eine Kontrollrechnung: geschätzte Dichte des entwässerten Materials mal Füllvolumen. Liegt das Ergebnis nahe an 400 Kilogramm, füllen Sie den Sack besser nicht bis zur Oberkante. Wie sich Volumen, Dichte und Arbeitslast gegeneinander abwägen lassen, steht im Größenratgeber Mehr dazu.
Wie die Entwässerung abläuft
Der Sack ist oben offen. Eine feste Anschlussöffnung gibt es nicht und ist auch nicht nötig. Befüllt wird über Schlauch, Rohr, Pumpe, Kübel oder direkt aus einem Sammelbehälter. Das Wasser tritt über die gesamte benetzte Fläche aus, die Feststoffe bleiben im Sack und bilden nach und nach einen Filterkuchen. Dieser Kuchen ist Teil des Filters: Er hält mit der Zeit auch Partikel zurück, die anfangs durchgegangen wären, und er senkt gleichzeitig den Durchfluss.
Der Sack braucht ebenen, befestigten Untergrund und eine Möglichkeit, das austretende Filtrat aufzufangen. Wie mit dem Filtrat weiter zu verfahren ist, richtet sich nach dem Ausgangsmedium. Es ist nicht automatisch für Kanal, Boden oder Gewässer geeignet. Aufstellung, Filterkuchen und Entnahme sind im Prozessratgeber ausführlich beschrieben Mehr dazu.
Filtermaterial: PP-Geotextil mit O90 100 µm
Alle freistehenden Größen bestehen aus demselben Material: einem thermisch gebundenen und hydrophilisierten Geotextil auf Polypropylenbasis mit 200 g/m² Flächengewicht und etwa 2,0 Millimetern Dicke. Die charakteristische Öffnungsweite O90 beträgt 100 µm.
O90 ist keine Abscheidegrenze. Der Wert beschreibt die Porenverteilung des Textils und sagt, dass 90 Prozent der Poren kleiner sind als dieser Wert. Was tatsächlich zurückgehalten wird, entscheidet die Kombination aus Partikelgröße, Flockenstruktur und aufgebautem Filterkuchen. Für das flache Material sind Durchflusswerte von 80 l/s/m² bei 50 mm Wassersäule und 135 l/s/m² bei 100 mm Wassersäule dokumentiert. Diese Werte gelten für unbelastetes Textil und beschreiben nicht die Leistung des gefüllten Sacks.
Technische Daten Filtersack 0,125 m³
| Merkmal |
Wert |
| Nutzvolumen |
0,125 m³ |
| Grundfläche |
0,50 × 0,50 m |
| Höhe |
0,50 m |
| Arbeitslast |
bis 400 kg |
| Gurte |
280 mm überstehend |
| Material |
PP-Geotextil, thermisch gebunden, hydrophilisiert |
| Flächengewicht |
200 g/m² |
| Materialdicke |
ca. 2,0 mm |
| Öffnungsweite |
O90 100 µm |
| Durchfluss Material |
80 l/s/m² bei 50 mm WS; 135 l/s/m² bei 100 mm WS |
| Befüllung |
oben offen, ohne feste Anschlussöffnung |
| Nutzung |
Einwegprodukt |
| Lieferzeit |
1–2 Werktage |
Häufige Fragen zum Filtersack mit 0,125 m³
Bei der kleinsten Größe drehen sich die meisten Rückfragen um zwei Themen: Reicht das Volumen, und was bedeutet die Arbeitslast in der Praxis.
Reichen 0,125 m³ für meine Charge?
Rechnen Sie mit dem Volumen des Schlamm-Wasser-Gemisches, nicht mit dem Feststoffanteil. Wenn Sie regelmäßig über 100 Liter je Durchgang haben, sind Sie mit der Größe L besser bedient. Für gelegentliche kleine Mengen ist M die günstigere und handlichere Lösung.
Kann ich mehrere Säcke nebeneinander betreiben?
Ja, und bei stark schwankendem Anfall ist das oft sinnvoller als eine Größe darüber. Zwei M-Säcke brauchen einen halben Quadratmeter und lassen sich einzeln bergen, was bei begrenzter Hebekapazität ein echter Vorteil ist.
Warum gibt es bei M keine 600- oder 900-kg-Variante?
Weil sich das Volumen von 0,125 m³ auch mit sehr schwerem Material kaum über 400 Kilogramm füllen lässt. Eine höhere Lastklasse würde den Sack verteuern, ohne einen praktischen Nutzen zu haben.
Wie lange dauert die Entwässerung?
Eine belastbare Zeitangabe können wir nicht machen. Sie hängt von Feststoffgehalt, Partikelgröße, Viskosität, Temperatur und vom Kuchenaufbau ab. Bei feinen, schluffigen Schlämmen kann sie deutlich länger dauern als bei grobkörnigem Material. Bei unbekannten Schlämmen empfehlen wir einen Vorversuch.
Wie hebe ich den gefüllten Sack an?
Über die vier Gurtschlaufen, die 280 Millimeter überstehen. Hebezeug und Anschlagmittel müssen zur tatsächlichen Last passen, nicht zur nominellen Arbeitslast des Sacks. Wiegen ist immer besser als schätzen. Bei unklarer Auslegung prüfen wir die Größe gemeinsam mit Ihnen Mehr dazu.