Filtertücher für Kammerfilterpressen und industrielle Druckfiltration

Ein Filtertuch muss nicht nur auf die Filterplatte passen. Es muss zum Medium, zur gewünschten Filtratqualität und zum Ablauf der Presse passen. Genau deshalb führen wir fünf unterschiedlich aufgebaute PP-Filtergewebe für direkte Kuchenfiltration und Anschwemmfiltration – nicht einfach fünf Mikronstufen, die sich nur durch eine Zahl unterscheiden.

3L, 6L, 7L und 15L sind für die direkte Kuchenfiltration vorgesehen. Das Monofil-Filtertuch 67L arbeitet als offenes Trägergewebe für die Anschwemmfiltration. Ergänzend erhalten Sie einen Kunststoffschaber zum Lösen anhaftender Filterkuchen sowie Blitzbinder für geeignete Befestigungen.

Standardformate können direkt ausgewählt werden. Kopf- und Endtücher, abweichende Einläufe, Sonderkonturen und Filtertücher nach Zeichnung fertigen wir auf Anfrage aus allen fünf Gewebequalitäten.

PP-Filtergewebe · 10, 20 und 25 µm nominell · 46 µm Porengröße beim 67L · Standardformate und Sonderkonfektion

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Filtertücher nach Prozessziel auswählen

In der Kammerfilterpresse liegt das Filtertuch zwischen Suspension, Filterkuchen und Filtrat. Eine einzelne Mikronzahl beantwortet deshalb nicht, welche Qualität zum Prozess passt. Entscheidend sind Filtratqualität, Durchsatz, Kuchenaufbau, Kuchenablösung und die Rolle des Gewebes im Verfahren.

3L · 10 µm

Dichteste direkte Filterqualität

Für Prozesse, in denen Feinstoffdurchgang oder trübes Filtrat im Vordergrund stehen und der höhere Gewebewiderstand zum Prozess passt.

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6L · 20 µm

Feine Zwischenstufe

Für Anwendungen, bei denen 3L zu dicht erscheint, 7L aber nicht die gewünschte Filtratqualität liefert.

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7L · 25 µm

Wirtschaftliche Standardqualität

Als Ausgangspunkt für planbare direkte Filtrationsprozesse ohne außergewöhnlich hohen Feinheits- oder Durchsatzbedarf.

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15L · 25 µm

Durchlässigere Alternative

Für Prozesse, in denen Durchsatz, wechselnde Feststoffbelastung oder eine schwierige Kuchenablösung stärker gewichtet werden.

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67L · 46 µm Porengröße

Trägergewebe für Anschwemmfiltration

Für Verfahren, bei denen die eigentliche Feinstfiltration durch eine aufgebaute Anschwemmschicht erfolgen soll.

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Zubehör

Filterkuchen materialschonend lösen

Filterpressenschaber aus PE-MD oder PE-HD für unterschiedliche Ablagerungen und Gewebezustände.

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Vergleich der fünf Filtertücher

In der Kammerfilterpresse liegt das Filtertuch zwischen Suspension, Filterkuchen und Filtrat. Es hält die ersten Feststoffe zurück, trägt den entstehenden Kuchen und beeinflusst, wie schnell Flüssigkeit aus den Kammern austritt. Nach dem Öffnen der Presse kommt ein weiterer Punkt hinzu: Der Kuchen soll sich möglichst sauber lösen, ohne dass das Gewebe bei jedem Zyklus unnötig zugesetzt oder mechanisch belastet wird.

Eine einzelne Mikronzahl beantwortet diese Fragen nicht. Zwei Tücher können nominell mit 25 µm geführt werden und sich im Betrieb trotzdem deutlich unterscheiden, weil Garnaufbau, Bindung, Oberfläche und Durchlässigkeit anders sind. Deshalb beginnt die Auswahl nicht mit „möglichst fein“, sondern mit dem konkreten Prozessproblem.

Ausführung Dokumentierter Aufbau / Kennwert Prozessrolle Besonders sinnvoll, wenn …
Filtertuch 3L 10 µm nominell; PP-Multifil und Stapelfaser; 620 ± 40 g/m²; Luftdurchlässigkeit 3 ± 1 l·dm⁻²·min⁻¹ Dichteste direkte Filterqualität Feinstoffdurchgang oder trübes Filtrat das Hauptproblem sind und der höhere Gewebewiderstand zum Prozess passt
Filtertuch 6L 20 µm nominell; PP-Monofil in der Kette, Multifil im Schuss; 400 g/m²; 6 l·dm⁻²·min⁻¹ bei 200 Pa Feine Zwischenstufe 3L zu dicht erscheint, 7L aber nicht genug Filtratqualität liefert
Filtertuch 7L 25 µm nominell; Multifil; weitere Werte nicht dokumentiert Wirtschaftliche Standardqualität Ein planbarer Prozess ohne außergewöhnlich hohen Feinheits- oder Durchsatzbedarf im Vordergrund steht
Filtertuch 15L 25 µm nominell; PP-Monofil und Multifil; 320 ± 40 g/m²; 15 ± 6 l·dm⁻²·min⁻¹ Durchlässigere 25-µm-Alternative Durchsatz, wechselnde Feststoffbelastung oder schwierige Kuchenablösung stärker gewichtet werden
Monofil-Filtertuch 67L 46 µm Porengröße; PP-Monofilament; 275 g/m²; 111 l(n)·m⁻²·s⁻¹ bei 2 mbar Trägergewebe für Anschwemmfiltration Die eigentliche Feinstfiltration durch eine aufgebaute Anschwemmschicht erfolgen soll
Technische Werte richtig einordnen

Die Luftdurchlässigkeit charakterisiert das trockene Gewebe unter den jeweils angegebenen Prüfbedingungen. Sie ist kein garantierter Flüssigkeitsdurchsatz der fertigen Filterpresse. Auch die nominellen Werte von 10, 20 und 25 µm sind keine absoluten Abscheidegrenzen. Beim 67L stammt die Angabe von 46 µm aus der dokumentierten Porengröße und ist deshalb nicht eins zu eins mit den nominellen Sortimentswerten der anderen Tücher vergleichbar.

Hinweis: Der Prüfdruck für 3L und 15L ist in den vorliegenden Unterlagen nicht dokumentiert.

Die Mikronzahl ist keine Rangliste

10 µm klingt zunächst besser als 25 µm. In der Praxis kann ein sehr dichtes Tuch aber genau dann die falsche Wahl sein, wenn die Presse dadurch deutlich langsamer füllt, der Differenzdruck früh ansteigt oder der Kuchen nicht sauber aufgebaut wird. Umgekehrt bringt ein offeneres Gewebe wenig, wenn zu viele Feststoffe in das Filtrat gelangen und nachgeschaltete Leitungen, Pumpen oder Prozessstufen belastet werden.

Das Filtertuch 3L steht deshalb für möglichst dichte direkte Filtration. 6L bildet die feine Zwischenstufe. 7L ist der Ausgangspunkt für viele planbare Standardprozesse. 15L richtet sich an Anwendungen, bei denen eine höhere dokumentierte Durchlässigkeit wichtiger wird. 67L gehört in eine andere Verfahrensgruppe: Es trägt eine Anschwemmschicht und soll selbst möglichst wenig zusätzlichen Strömungswiderstand erzeugen.

Mikronangabe, Porengröße und Luftdurchlässigkeit ausführlich einordnen →

Direkte Kuchenfiltration mit 3L, 6L, 7L oder 15L

Bei der direkten Kuchenfiltration hält zunächst das Gewebe Feststoffe zurück. Schon nach kurzer Zeit bildet sich auf der Oberfläche eine eigene Filterschicht aus dem Prozessmedium. Dieser Filterkuchen übernimmt im weiteren Zyklus einen zunehmenden Teil der Trennwirkung. Das erklärt auch, warum das Filtrat zu Beginn anders aussehen kann als nach stabilem Kuchenaufbau.

Welche Qualität passt, hängt von Partikelverteilung, Feststoffkonzentration, Viskosität, Pressdruck, gewünschter Restfeuchte und der Frage ab, ob Filtratqualität oder Durchsatz den größeren wirtschaftlichen Einfluss haben. Für neue Medien oder einen Wechsel von 7L auf 15L – oder umgekehrt – ist ein Vergleich unter realen Anlagenbedingungen oft aussagekräftiger als ein einzelner Laborwert.

Anschwemmfiltration mit dem Monofil-Filtertuch 67L

Bei der Anschwemmfiltration liegt die eigentliche Feinstfiltration nicht allein beim Tuch. Vor oder während des Prozesses wird ein Filterhilfsmittel auf dem monofilen Trägergewebe aufgebaut. Erst diese Schicht bestimmt maßgeblich, welche feinen Bestandteile zurückgehalten werden.

Das 67L stellt dafür eine offene, glatte Trägerfläche bereit. Dosierung, Auswahl des Filterhilfsmittels, Schichtaufbau und Arbeitsschutz gehören jedoch zum jeweiligen Verfahren und nicht zum Lieferumfang des Filtertuchs. Wer das 67L ohne Anschwemmschicht wie ein klassisches Feinstfiltertuch einsetzt, nutzt es außerhalb seiner eigentlichen Rolle.

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Prozesswasser und Industrieschlämme in der Filterpresse

Kammerfilterpressen werden für sehr unterschiedliche wässrige Suspensionen eingesetzt: Prozesswasser mit Feststoffanteil, Spül- und Waschwässer, mineralische Schlämme, Rückstände aus der Metallbearbeitung oder andere Industrieschlämme. Das bedeutet nicht, dass jedes Filtertuch automatisch für jedes Medium geeignet ist.

Vor der Auswahl müssen mindestens Feststoffart, Konzentration, Partikel- oder Flockenstruktur, Temperatur, pH-Wert und mögliche Lösemittel oder Additive bekannt sein. Das austretende Filtrat ist nach der Filtration außerdem nicht automatisch einleitfähig. Je nach Prozess können weitere Behandlungsschritte, Kontrollen oder eine getrennte Entsorgung erforderlich sein.

Monofil, Multifil und kombinierte Gewebe

Monofile Garne sind glatte Einzelfäden. Sie lassen sich zu definierten, vergleichsweise offenen Strukturen verweben und neigen oft weniger dazu, feine Feststoffe dauerhaft zwischen einzelnen Filamenten einzulagern. Multifile Garne bestehen aus vielen feinen Filamenten. Damit lassen sich dichtere Filterflächen aufbauen, die den Rückhalt feiner Bestandteile unterstützen können.

Kombinierte Gewebe nutzen beide Garnarten. Beim 6L liegt Monofil in der Kette und Multifil im Schuss; beim 15L wird ebenfalls eine Mono-Multifil-Konstruktion eingesetzt. Diese Unterschiede sind kein technisches Detail für das Datenblatt, sondern ein echter Auswahlgrund: Sie beeinflussen Struktur, Durchlässigkeit, Kuchenaufbau und Reinigung.

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7L oder 15L: gleiche nominelle Feinheit, andere Aufgabe

7L und 15L werden beide mit 25 µm nominell geführt. Damit endet die Gemeinsamkeit. Für das 7L sind die Multifil-Konstruktion, die nominelle Feinheit und eine Unterlage zur Konformität nach EU 10/2011 bestätigt; Flächengewicht, Dicke, Bindung, Fadenzahl und Luftdurchlässigkeit liegen nicht als freigegebene Werte vor. Das 15L kombiniert Monofil und Multifil, wiegt 320 ± 40 g/m² und besitzt eine dokumentierte Luftdurchlässigkeit von 15 ± 6 l·dm⁻²·min⁻¹.

Wer mit 7L ein stabiles Filtrat und planbare Zyklen erreicht, hat keinen Grund zu wechseln. 15L wird interessant, wenn der Durchsatz zum Engpass wird oder wenn schwankende Belastung und schwierige Kuchenablösung einen anderen Gewebeaufbau rechtfertigen. Die Entscheidung sollte am realen Medium geprüft werden.

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Plattenformate und Ersatzfiltertücher für die Filterpresse

Die Standardformate reichen von der 400er bis zur 1000er Platte. Ein Filtertuch für eine 400x400-Filterpresse ist damit ebenso lieferbar wie ein Filtertuch für die Kammerfilterpresse 470, 630, 800 oder 1000.

Eine Angabe, die regelmäßig zu Rückfragen führt: Das Plattenmaß ist nicht das Fertigmaß des Tuchs. Ein Tuch für eine 630er Platte ist größer als 630 Millimeter, weil Überstand, Rand und Einlaufbereich dazukommen. Wenn Sie ein Ersatzfiltertuch für die Filterpresse bestellen, geben Sie deshalb bitte das Plattenmaß an und nicht das gemessene Tuchmaß, oder senden Sie uns das alte Tuch.

Kammerfilterpressen-Tücher zum Preis der Standardformate können Sie direkt über die Produktseiten bestellen. Für abweichende Maße erstellen wir ein Angebot (Sondermaß anfragen).

Kopf-, End- und Sondertücher nach Maß

In einem Plattenpaket müssen nicht zwangsläufig alle Filtertücher identisch sein. Kopf- und Endplatten können andere Einläufe, Halsausführungen, Randgeometrien oder Befestigungen besitzen als die übrigen Kammerplatten. Deshalb reicht die Angabe „Plattengröße 630“ für eine belastbare Sonderanfertigung meist nicht aus.

WINKLER fertigt Kopf- und Endtücher auf Anfrage aus 3L, 6L, 7L, 15L und 67L. Möglich sind außerdem abweichende Öffnungen, Sonderkonturen, Randverstärkungen und anlagenspezifische Konfektionen. Am sichersten ist eine technische Zeichnung. Alternativ helfen ein gereinigtes Muster, gut erkennbare Fotos und vollständige Maße.

Kopf-, End- oder Sondertuch anfragen →

Filterkuchen lösen und Filtertücher reinigen

Bleiben Kuchenreste auf dem Tuch, sollte nicht sofort mit mehr Kraft gearbeitet werden. Ursachen können ein unvollständiger Zyklus, eine ungeeignete Gewebequalität, klebrige Feststoffe, beschädigte Oberflächen oder eine falsche Reinigung sein. Scharfkantige Metallwerkzeuge erhöhen das Risiko von Schnitten und punktuellen Schäden.

Für die manuelle Reinigung bieten wir einen Filterpressenschaber aus PE-MD oder PE-HD an. Vor jeder Arbeit muss die Presse stillgesetzt, drucklos und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen gesichert sein. Der Schaber wird flach geführt; Nähte, Falten und Dichtbereiche dürfen nicht punktuell belastet werden.

Filterpressentücher reinigen und den Wechselzeitpunkt erkennen →

Befestigung mit Blitzbindern

Der Blitzbinder mit 120 mm Länge ist wiederverschließbar und kann bei geeignetem Zustand mehrfach verwendet werden. Er gehört nicht zu jeder Filterpresse und ersetzt keine anlagenspezifische Befestigung. Nutzen Sie ihn nur dort, wo Geometrie, Belastung und Montageart dafür vorgesehen sind. Vor einer erneuten Verwendung sollten Verschluss und Material auf Beschädigungen geprüft werden.

Industrielle Filtertücher vom Fertiger und Konfektionär

WINKLER fertigt und konfektioniert industrielle Filtertücher in Werther in Westfalen. Wer nach WINKLER Kammerfilterpressetüchern sucht oder nach einem Filtertuch für Kammerfilterpressen von WINKLER, findet die fünf Gewebequalitäten auf dieser Seite. Für Kunden, die Filtertücher-Hersteller mit eigener Konfektion suchen, heißt das konkret: Wir wählen Gewebequalität, Randausführung, Einlauf und Befestigung nach der Anlage aus und fertigen auch in kleinen Stückzahlen.

Filtertücher für die Industrie sind dabei fast nie ein Katalogartikel. Selbst innerhalb eines Plattenpakets unterscheiden sich Kopf-, End- und Kammerplatten häufig. Genau deshalb steht am Anfang jeder Sonderanfrage keine Bestellnummer, sondern eine Zeichnung, ein Muster oder ein Foto.

Im internationalen Sprachgebrauch heißt diese Produktgruppe filter press cloth beziehungsweise filter cloth for filter press; für das Material findet sich die Bezeichnung polypropylene filter press cloth, und für das Gewebe selbst auch filter press fabric.

Häufige Fragen zu Filtertüchern für Kammerfilterpressen

Antworten zur Einordnung von Verfahren, Mikronangaben, Gewebequalitäten, Sondertüchern und Reinigung.

Welches Filtertuch ist für meine Kammerfilterpresse geeignet?

Die Auswahl hängt von Verfahren, Medium, Partikelverteilung, gewünschter Filtratqualität, Durchsatz, Kuchenablösung und Plattengeometrie ab. Die Mikronzahl allein reicht nicht. Eine ausführliche Entscheidungshilfe finden Sie im Ratgeber Welches Filtertuch passt zur Kammerfilterpresse?.

Was ist der Unterschied zwischen direkter Kuchenfiltration und Anschwemmfiltration?

Bei der direkten Kuchenfiltration halten 3L, 6L, 7L oder 15L zunächst die Feststoffe zurück; anschließend übernimmt der entstehende Filterkuchen einen Teil der Trennwirkung. Beim 67L bildet ein Filterhilfsmittel auf dem monofilen Trägergewebe die eigentliche Filterschicht.

Sind 10 µm automatisch besser als 20 oder 25 µm?

Nein. Ein dichteres Filtertuch kann den Feinstoffrückhalt verbessern, aber auch den Widerstand erhöhen und den Zyklus verlängern. Die Werte 10, 20 und 25 µm sind nominelle Sortimentsangaben und keine garantierten Abscheidegrenzen. Der Ratgeber µm, Porengröße und Luftdurchlässigkeit erklärt die Unterschiede.

Was unterscheidet das Filtertuch 7L vom 15L?

Beide werden nominell mit 25 µm geführt. Für das 7L sind die Multifil-Konstruktion und die nominelle Feinheit bestätigt; weitere technische Werte sind nicht dokumentiert. Das 15L kombiniert Mono- und Multifil und besitzt eine dokumentierte Luftdurchlässigkeit von 15 ± 6 l·dm⁻²·min⁻¹. Ein Wechsel ist vor allem dann interessant, wenn Durchsatz oder Kuchenablösung zum Engpass werden.

Können Kopf-, End- und Sondertücher gefertigt werden?

Ja. WINKLER fertigt Kopf- und Endtücher aus allen fünf Qualitäten 3L, 6L, 7L, 15L und 67L. Benötigt werden Plattenmaße, Einlauf, Hals- oder Durchsteckausführung, Rand, Befestigung und Position im Plattenpaket. Eine Zeichnung oder ein gereinigtes Muster erleichtert die Zuordnung.

Wie lassen sich Filterpressentücher reinigen, ohne sie unnötig zu beschädigen?

Die Presse muss stillgesetzt, drucklos und gesichert sein. Kuchenreste werden mit geeignetem Werkzeug und möglichst flachem Winkel gelöst; Nähte, Falten und Dichtbereiche dürfen nicht punktuell belastet werden. Druck, Temperatur und Reinigungschemie müssen zum Gewebe und zum Medium passen. Hinweise finden Sie unter Filterpressentücher reinigen und beim Filterpressenschaber.

Filtertuch auswählen oder Sonderkonfektion anfragen

Für Standardformate können Sie die passende Qualität direkt über die Produktseite auswählen. Wird ein vorhandenes Tuch ersetzt oder ist der Prozess nicht eindeutig, helfen uns die bisherige Tuchbezeichnung, ein Foto oder Muster, Plattenmaß und Einlaufgeometrie sowie Angaben zu Medium, Temperatur, pH-Wert, Feststoff und aktuellem Problem.

Sie müssen dafür kein vollständiges Laborprotokoll vorbereiten. Oft reichen die vorhandene Filterplatte, ein gereinigtes Altteil und eine ehrliche Beschreibung dessen, was heute nicht gut funktioniert. Bei Sonderkonturen, Kopf- und Endtüchern oder neuen Gewebequalitäten wird die Ausführung vor der Fertigung abgestimmt.

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