Polyester-Filtervlies P150 mit 150 g/m² für Schleifmaschinen
Die dickste Rolle im Sortiment, und die einzige aus Polyester
Beim Schleifen entsteht ein Feststoff, der sich von Spänen aus der Zerspanung grundlegend unterscheidet: sehr feiner Abrieb aus Werkstoff und Schleifkorn, oft in großer Menge und mit hoher Dichte. Ein leichtes Vlies ist damit schnell überfordert. Es setzt sich flächig zu, der Durchfluss bricht ein, und die Anlage taktet in kurzen Abständen weiter.
Als Filtervlies-Rolle für Schleifmaschinen und als Filtervlies für Schleifschlamm ist das P150 für genau diese Belastung ausgelegt. In der Praxis wird ein solches Schleifschlamm-Filtervlies vor allem an Flachschleifmaschinen und Rundschleifmaschinen eingesetzt, teils auch beim Präzisionsschleifen. Mit 1,31 Millimetern ist es fast viermal so dick wie das V50 und rund fünfmal so dick wie das V30. Die Höchstzugkraft liegt mit 370/360 N je 5 cm um ein Vielfaches über allen anderen Qualitäten dieser Kategorie. Als Polyester-Bandfiltervlies ist es damit die mechanisch belastbarste Rolle im Sortiment.
Polyester, nicht Polypropylen
Das ist die wichtigste Klarstellung auf dieser Seite.
Das P150 besteht aus Polyester und ist mechanisch beziehungsweise wasserstrahlverfestigt. Das „pp“ in der Produktadresse ist historisch gewachsen und wird beibehalten, weil die URL eingeführt ist und in Bestellungen, Lesezeichen und Suchergebnissen verwendet wird. An der Materialangabe ändert das nichts.
Die einzige Polypropylenqualität in dieser Kategorie ist das P20 mit 20 g/m².
Was Wasserstrahlverfestigung bedeutet
Bei den Viskosequalitäten werden die Fasern über ein chemisches Bindemittel fixiert. Beim P150 geschieht das mechanisch: Feine Wasserstrahlen unter hohem Druck verwirbeln die Fasern miteinander, sodass sie sich gegenseitig verhaken.
Daraus ergibt sich ein Vlies mit hohem Faservolumen und ohne Bindemittel. Die deutlich höhere Zugfestigkeit ist die unmittelbare Folge, und sie ist bei schweren Filterkuchen ein praktisches Argument: Ein Vlies, das unter Last im Bandvorschub reißt, verursacht mehr Aufwand als jeder Filtratmangel.
Nassporengröße 54 µm richtig lesen
Für das P150 ist als einziger Qualität in dieser Kategorie ein Porenwert dokumentiert: 54 Mikrometer Nassporengröße nach BS 3321.
Das ist ein Materialkennwert und ausdrücklich keine Filterfeinheit und keine Trenngrenze für den Betrieb. Das Datenblatt schließt eine feste Filterfeinheit sogar explizit aus, weil der Filterkuchen, der sich während des Betriebs aufbaut, das Ergebnis maßgeblich beeinflusst.
Praktisch heißt das: Der Wert hilft, das Material gegenüber anderen einzuordnen. Er sagt nicht voraus, welche Partikelgröße in Ihrer Schleifanlage zurückgehalten wird. Diese Frage beantwortet nur ein Versuch (Filtervlies auswählen und Versuchsrolle planen).
Warum 50 statt 100 Meter je Rolle
Diese Frage kommt regelmäßig, und die Antwort ist einfach.
Das P150 ist mit 1,31 Millimetern rund viermal so dick wie das V50 mit 0,36 Millimetern. Bei einem vergleichbaren Rollendurchmesser passt entsprechend weniger Lauflänge auf die Hülse. Die 50-Meter-Rolle hat damit ungefähr das Volumen einer 100-Meter-Rolle aus dünnerem Material.
Für die Anlage ist das relevant: Prüfen Sie den maximalen Rollendurchmesser im Aufnahmefach. Und für die Beschaffung: Rechnen Sie den Bedarf in Metern, nicht in Rollen.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Material |
Polyester |
| Bindung |
mechanisch, wasserstrahlverfestigt |
| Flächengewicht |
150 g/m² |
| Dicke |
1,31 mm |
| Nassporengröße |
54 µm nach BS 3321, Materialkennwert und keine Filterfeinheit |
| Höchstzugkraft längs/quer |
370/360 N/5 cm |
| Höchstzugkraftdehnung |
45/75 % |
| Luftdurchlässigkeit |
2.000 l/m²/s nach DIN 53887 |
| Hülsendurchmesser |
70 mm |
| Standardbreiten |
500, 710 und 1.000 mm |
| Rollenlänge |
50 m |
| Verpackungseinheit |
500 mm vier Rollen, 1.000 mm zwei Rollen |
P150 oder V50?
Diese Frage stellt sich, wenn eine Anlage mit Viskosevlies läuft und die Feststofffracht steigt.
| Merkmal |
V50 |
P150 |
| Material |
Viskose |
Polyester |
| Bindung |
chemisch gebunden |
wasserstrahlverfestigt |
| Flächengewicht |
50 g/m² |
150 g/m² |
| Dicke |
0,36 mm |
1,31 mm |
| Höchstzugkraft längs |
125 N/5 cm |
370 N/5 cm |
| Rollenlänge |
100 m |
50 m |
| Typischer Einsatz |
Zerspanung mit höherer Belastung |
Schleifprozesse mit feinem Abrieb |
Der Sprung ist erheblich, und er ist keine reine Steigerung derselben Idee: Material, Bindung und Aufbau sind anders. Wenn Ihre Anlage bisher mit einem dünnen Vlies gefahren wurde, gehören der verfügbare Differenzdruck und der maximale Rollendurchmesser vor der Umstellung geprüft (Produktberatung).
Häufige Fragen zum Polyester-Filtervlies für Schleifmaschinen
Die Rückfragen betreffen Material, Porengröße und die Umstellung von leichteren Qualitäten.
Besteht das P150 wirklich aus Polyester?
Ja. Das Datenblatt weist Polyester aus, mechanisch beziehungsweise wasserstrahlverfestigt. Das „pp“ in der Produktadresse ist historisch gewachsen und wird beibehalten, weil die URL eingeführt ist. Die einzige Polypropylenqualität ist das P20.
Was bedeutet die Nassporengröße von 54 µm?
Es ist ein im Labor nach BS 3321 ermittelter Materialkennwert für die Porengröße im nassen Zustand. Er ist keine Filterfeinheit. Was in Ihrer Anlage tatsächlich zurückgehalten wird, hängt zusätzlich vom Filterkuchen ab, der sich im Betrieb aufbaut.
Wann P150 statt V50?
Wenn feiner Schleifabrieb in größerer Menge anfällt und ein dünneres Vlies zu schnell zusetzt oder unter Last mechanisch an seine Grenze kommt. Bei Zerspanungsprozessen mit gröberer Fracht ist das V50 meist ausreichend.
Warum hat die Rolle nur 50 Meter?
Weil das Material mit 1,31 mm rund viermal so dick ist wie die Viskosequalitäten. Bei vergleichbarem Rollendurchmesser passt entsprechend weniger Lauflänge auf die Hülse.
Welche Anlagenmaße muss ich prüfen?
Rollenbreite, Hülsendurchmesser, hier 70 mm, den maximalen Rollendurchmesser im Aufnahmefach, die Abrollrichtung und den verfügbaren Differenzdruck. Gerade bei der Umstellung von einem dünnen auf ein dickes Vlies lohnt dieser Abgleich (Ratgeber).
Wie teste ich, ob P150 zu meiner Anlage passt?
Mit einer Versuchsrolle über einen vollständigen Wartungszyklus. Beobachten Sie Taktverhalten, Standzeit, Filtratbild und den Zustand des abgezogenen Vlieses. Das liefert die Antwort, die kein Datenblatt geben kann.
Eignet sich P150 auch für andere Prozesse als Schleifen?
Es ist als schwere Qualität grundsätzlich auch für andere Prozesse mit hoher Feinpartikelfracht denkbar. Ob es in Ihrem Fall passt, hängt von Medium, Feststofffracht und der verfügbaren Filterfläche ab (Beratung für industrielle Filtertechnik).