Filterstrumpf für Tiefbrunnenpumpen mit 50 µm
Der Filter sitzt auf der Pumpe, nicht in der Leitung
Wenn eine Tiefbrunnenpumpe Sand fördert, wirkt sich das zuerst dort aus, wo
es teuer wird: an Laufrädern, Gleitringdichtung und Lagern. Abrasive
Partikel arbeiten sich in wenigen Betriebsstunden bemerkbar, und was einmal
in der Pumpe ist, kommt nicht mehr heraus.
Als Vorfilter für die Tiefbrunnenpumpe setzt der
Filterstrumpf davor an. Er wird über die Pumpe gezogen und deckt die
Ansaugzone ab, sodass das Wasser durch den Nadelfilz eintritt statt direkt
in die Ansaugöffnungen. Das ist der wesentliche Unterschied zu Gehäuse- und
Leitungsfiltern, die erst hinter der Pumpe arbeiten und die Pumpe selbst
nicht schützen. Ein Sandfilter für die Tiefbrunnenpumpe wirkt nur dann als
echter Pumpenschutz für die Tiefbrunnenpumpe, wenn er vor der Ansaugöffnung
sitzt
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Die Bezeichnungen gehen im Sprachgebrauch durcheinander. Filterstrumpf für
die Brunnenpumpe, Filterbeutel für die Tiefbrunnenpumpe, Filterhülle für
die Tiefbrunnenpumpe, Brunnenpumpenfilter, Pumpenfilter für den Brunnen oder
schlicht Brunnenstrumpf meinen dasselbe Bauteil. Auch ein Vorfilter für die
Brunnenpumpe gegen Sand, ein Sandschutz oder Sandfilter für die
Brunnenpumpe oder ein Feinsandfilter für die Tiefbrunnenpumpe beschreiben
dieselbe Aufgabe: einen Filter für die Brunnenpumpe direkt an der
Ansaugzone. Manche Kunden suchen ihn als Filterstrumpf zum Überziehen für
Tiefbrunnenpumpen, was die Montage am genauesten beschreibt.
Warum ausgerechnet Nadelfilz
Ein Siebgewebe hätte an dieser Stelle einen Nachteil: Es filtert in einer
Ebene und ist zu, sobald diese Ebene belegt ist.
Der Filterstrumpf besteht stattdessen aus
Polypropylen-Nadelfilz mit 390 Gramm pro Quadratmeter und
2,50 Millimetern Dicke. Das Porenvolumen liegt bei
83 Prozent. Das Material filtert also in der Tiefe:
Partikel werden im gesamten Querschnitt zurückgehalten, nicht nur an der
Oberfläche. Bei Sand und Feinsand, die in unterschiedlichen Korngrößen
ankommen, ist das die passendere Bauart.
Die im Datenblatt dokumentierte Luftdurchlässigkeit beträgt
850 l/dm²/min bei 200 Pascal Prüfdruck. Dieser Wert
beschreibt das flache, saubere Material im Prüfstand und ist ein
Vergleichsmaßstab für die Offenheit. Auf eine Wasserfördermenge lässt er
sich nicht übertragen.
Die Größe muss zur Pumpe passen
Das ist der einzige Punkt, an dem bei diesem Produkt regelmäßig etwas
schiefgeht, deshalb hier ausführlich.
Der Strumpf ist in sechs Größen erhältlich. Maßgeblich
sind Durchmesser und Baulänge Ihrer Pumpe sowie die Lage der Ansaugzone.
Ein Strumpf, der zu eng sitzt, lässt sich nicht sauber überziehen und
scheuert an den Kanten. Ein zu weiter Strumpf legt sich in Falten, und in
den Falten kann sich Material sammeln, das den Zustrom lokal behindert.
Für die Zuordnung brauchen wir drei Angaben:
Außendurchmesser der Pumpe, Baulänge und die Angabe, wo die
Ansaugöffnungen liegen. Hersteller und Typenbezeichnung reichen
meist ebenfalls
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Prüfen Sie außerdem die Bohrlochweite. Der übergezogene Strumpf trägt auf,
und die Pumpe muss mit Strumpf noch frei im Bohrloch hängen und bewegt
werden können.
Was der Filterstrumpf leistet
Er hält Sand und feinere Partikel von der Ansaugzone fern. Dadurch gelangt
weniger abrasives Material in die Pumpe, und die Belastung von Laufrädern
und Dichtungen sinkt. Bei passender Größe, sauberer Montage und regelmäßiger
Kontrolle verlängert das nach unserer Praxiserfahrung die Lebensdauer der
Pumpe.
Eine Prozentangabe machen wir dazu nicht. Wie stark der Effekt ausfällt,
hängt vom Brunnen, von der Sandfracht, von der Pumpe und von der Wartung
ab.
Ebenso wenig sichern wir eine bestimmte Wasserfördermenge zu. Bei passender
Auslegung und sauberem Strumpf bleibt der Zustrom nach Praxiserfahrung
weitgehend erhalten. Ein falsch dimensionierter oder stark beladener
Strumpf kann ihn dagegen spürbar verringern. Das ist der Grund, warum
Größenwahl und Kontrollrhythmus zu diesem Produkt gehören.
Was er nicht leistet
Er behebt nicht die Ursache. Wenn ein Brunnen dauerhaft
Sand fördert, liegt das an Brunnenausbau, Filterrohr, Kiesschüttung,
Pumpenposition oder Entnahmemenge. Ein Filterstrumpf schützt die Pumpe,
saniert aber keinen Brunnen
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Er ist außerdem keine Wasseraufbereitung. Gelöste Stoffe,
Eisen, Mangan und Keime bleiben im Wasser. Für Trinkwasser gelten
Anforderungen, die dieses Produkt nicht erfüllt.
Und er ersetzt keinen nachgeschalteten Filter im Hauswasserwerk oder in
der Bewässerungsleitung. Beide arbeiten an anderer Stelle und mit anderer
Aufgabe; sie schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich.
Technische Daten
| Merkmal |
Wert |
| Material |
Polypropylen-Nadelfilz
|
| Flächengewicht |
390 g/m²
|
| Dicke |
2,50 mm
|
| Porenvolumen |
83 %
|
| Luftdurchlässigkeit |
850 l/dm²/min bei 200 Pa
|
| Produktangabe Feinheit |
50 µm
|
| Dauerbelastung trocken |
unter 100 °C
|
| Größen |
sechs Ausführungen, passend zu Pumpendurchmesser und Baulänge
|
| Nutzung |
reinigbar und wiederverwendbar
|
Montage, Kontrolle und Reinigung
Der Strumpf wird über die Pumpe gezogen, sodass die Ansaugzone vollständig
bedeckt ist und das Material glatt anliegt. Falten vermeiden, besonders im
Bereich der Ansaugöffnungen.
Wie oft kontrolliert werden muss, hängt von der Sandfracht ab. Ein Brunnen,
der nur gelegentlich Feinsand fördert, braucht seltener eine Kontrolle als
einer mit dauerhaft hohem Eintrag. Ein guter Indikator ist die Fördermenge:
Wenn sie merklich nachlässt, ohne dass sich sonst etwas geändert hat, ist
der Strumpf beladen.
Zum Reinigen wird der Strumpf abgezogen, ausgespült und getrocknet.
Anschließend Material, Nähte und Öffnung kontrollieren. Ein Strumpf mit
Scheuerstellen oder Löchern wird ersetzt, weil das Wasser sonst genau dort
ungefiltert eintritt.
Häufige Fragen zum Filterstrumpf
Die Rückfragen kommen von Gartenbesitzern, aus dem Gartenbau und aus der
Bewässerung und betreffen fast immer Passform und Wirkung.
Passt der Filterstrumpf auf meine Pumpe?
Das entscheiden Außendurchmesser, Baulänge und die Lage der Ansaugzone.
Sechs Größen decken die gängigen Tiefbrunnenpumpen ab. Nennen Sie uns
Hersteller und Typ oder die drei Maße, dann ordnen wir die Größe zu
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Verringert der Strumpf die Fördermenge?
Bei passender Größe und sauberem Zustand bleibt der Zustrom nach unserer
Praxiserfahrung weitgehend erhalten. Ein zu enger, faltiger oder stark
beladener Strumpf kann die Fördermenge dagegen verringern. Deshalb sind
Größenwahl und Kontrolle wichtig.
Löst der Strumpf mein Sandproblem dauerhaft?
Er schützt die Pumpe vor abrasiven Partikeln. Die Ursache eines sandenden
Brunnens behebt er nicht. Wenn dauerhaft viel Sand ankommt, sollten
Brunnenausbau, Pumpenposition und Entnahmemenge geprüft werden
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Wie oft muss ich den Strumpf reinigen?
Ein festes Intervall gibt es nicht, weil die Sandfracht den Takt vorgibt.
Ein praktikabler Indikator ist die Fördermenge: Lässt sie ohne erkennbaren
anderen Grund nach, ist der Strumpf fällig.
Ist das Material chemisch beständig?
Polypropylen wird in vielen wässrigen Medien eingesetzt, und für trockene
Dauerbelastung ist ein Wert unter 100 °C dokumentiert. Eine pauschale
Beständigkeit gegen bestimmte Medien sichern wir nicht zu. Bei auffälliger
Wasserzusammensetzung klären wir das vorab
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Was ist der Unterschied zu einem Sandfilter im Hauswasserwerk?
Der Einbauort. Ein Gehäuse- oder Leitungsfilter sitzt hinter der Pumpe und
schützt Leitungen und nachgelagerte Technik, nicht die Pumpe selbst. Der
Filterstrumpf sitzt davor, direkt an der Ansaugzone. Beide lassen sich
kombinieren.
Kann ich den Strumpf mehrfach verwenden?
Ja. Abziehen, ausspülen, trocknen und kontrollieren. Solange Material,
Nähte und Öffnung unbeschädigt sind, kann er erneut montiert werden. Bei
Scheuerstellen oder Löchern ersetzen.