Teichschlammsauger mit Wasserrückführung: so funktioniert das Prinzip
Warum überhaupt zurückführen?
Ein Teich verliert bei jeder Reinigung Wasser, wenn das Abgesaugte einfach im Kanal oder auf der Wiese landet. Bei einem kleinen Gartenteich sind das schnell mehrere hundert Liter, die anschließend nachgefüllt werden müssen.
Frisches Leitungswasser ist dabei nicht neutral: Es hat eine andere Temperatur, eine andere Härte und keine der Mikroorganismen, die den Teich stabil halten. Ein Teilwasserwechsel ist gelegentlich sinnvoll, ein ungewollter großer Wasserwechsel bei jeder Reinigung dagegen nicht.
Ein Teichsauger mit Wasserrückführung löst das: Das Schlamm-Wasser-Gemisch wird gefiltert, die Feststoffe bleiben im Sack, und das Wasser läuft zurück in den Teich. So lässt sich der Teich reinigen ohne Wasser ablassen zu müssen, und der Schlamm ist trotzdem draußen.
Gleich vorweg, damit Sie nicht falsch suchen
WINKLER fertigt die Filtersäcke, nicht die Sauger. Wenn Sie einen Teichschlammsauger kaufen möchten, sind Sie bei einem Gerätehersteller oder Fachhändler richtig.
Was Sie hier finden, ist der textile Teil des Systems: der Filtersack, in den der Sauger fördert und durch den das Wasser zurückläuft. Ein Schlammsauger für den Teich mit Wasserrückführung braucht dafür einen passenden Sack. Viele Geräte werden mit einem Standardsack geliefert, der entweder zu grob, zu klein oder nach einer Saison verschlissen ist. Wer einen Schlammsauger mit Filter oder einen Teichsauger mit Filter betreibt und Teichschlamm filtern will, tauscht meist genau dieses Teil. Genau dort setzen unsere Filtersäcke an.
Die Funktionskette in vier Schritten
- Der Teichschlammsauger oder eine geeignete Pumpe saugt das Schlamm-Wasser-Gemisch vom Teichgrund ab.
- Das Gemisch wird über einen Schlauch in den Filtersack gefördert, der am Teichrand liegt.
- Die Feststoffe bleiben im Sack, das Wasser tritt durch das Gewebe aus.
- Das austretende Wasser läuft über eine Rinne, eine Folie oder direkt am Ufer zurück in den Teich.
Damit Schritt 4 funktioniert, muss der Sack so liegen, dass das Wasser den Weg zurück findet. Ein Sack, der auf dem Rasen zehn Meter vom Teich entfernt liegt, filtert zwar, aber das Wasser versickert. Ein leichtes Gefälle zum Teich hin oder eine untergelegte Folie genügt.
Welche Feinheit für welchen Teich?
Die Wahl des Filtersacks bestimmt, wie klar das zurücklaufende Wasser ist und wie oft Sie unterbrechen müssen.
| Situation | Passende Stufe |
|---|---|
| viel Laub, Pflanzenreste, grober Schlamm | 400 µm |
| normale Verschmutzung, regelmäßige Pflege | 150 µm |
| Trübung nach der Reinigung, feine Schwebstoffe | 100 µm |
| stark verschlammter Teich | erst 400 µm, dann feinere Stufe |
Je feiner das Gewebe, desto mehr bleibt im Sack und desto schneller setzt er sich zu. Das ist kein Nachteil einer bestimmten Ausführung, sondern die Grundregel jeder mechanischen Filtration.
Was beim Anschluss zu beachten ist
Der Sack wird über den Auslass des Saugers oder über das Schlauchende gezogen und dort befestigt. Damit das dicht sitzt, muss die Öffnung zum Außendurchmesser passen. Verfügbar sind Öffnungen mit 70 und 105 Millimetern.
Zwei Dinge machen den Unterschied in der Praxis. Erstens die Länge: Ein längerer Sack hat mehr Filterfläche, verteilt die Feststoffe besser und muss seltener unterbrochen werden. Zweitens der Verschluss: Eine Ausführung mit Reißverschluss lässt sich über die volle Länge öffnen und deutlich leichter entleeren als eine, die nur am Ende aufgeht.
Was die Wasserrückführung nicht ist
Sie ist keine Wasseraufbereitung. Der Filtersack trennt Feststoffe mechanisch ab. Gelöste Nährstoffe, Ammonium, Phosphat und Keime laufen mit dem Wasser zurück in den Teich.
Wer eine Algenblüte im Griff haben will, erreicht das nicht über die Filterfeinheit, sondern über die Nährstoffbilanz: Laubeintrag begrenzen, Fischbesatz und Fütterung anpassen, Pflanzen als Nährstoffzehrer nutzen Teichschlamm entfernen.
Und sie ersetzt keinen dauerhaften Teichfilter. Ein Umwälzfilter arbeitet kontinuierlich und biologisch, die Sackfiltration arbeitet punktuell und mechanisch. Beides hat seinen Platz.
Häufige Fragen zur Wasserrückführung
Diese Fragen erreichen uns regelmäßig von Teichbesitzern, die zum ersten Mal mit Wasserrückführung arbeiten.
Verkauft WINKLER auch den Teichschlammsauger?
Nein. Wir fertigen die Filtersäcke, in die der Sauger fördert. Das Gerät selbst bekommen Sie im Fachhandel.
Passt jeder Filtersack an jeden Sauger?
Nein. Entscheidend ist der Außendurchmesser des Auslasses oder Schlauchendes. Verfügbar sind Öffnungen mit 70 und 105 Millimetern; bei abweichenden Maßen fertigen wir nach Maß.
Wie viel Wasser verliere ich trotzdem?
Ein Rest bleibt immer im Sack und im Schlamm gebunden, und etwas verdunstet oder versickert am Ablaufweg. Der Verlust ist aber ein Bruchteil dessen, was ohne Rückführung anfällt.
Wird das zurücklaufende Wasser klar sein?
Klarer als das Abgesaugte, ja. Wie klar, hängt von der gewählten Feinheit ab. Bei 400 µm laufen feine Schwebstoffe mit zurück, bei 100 µm deutlich weniger. Vollständig klar wird es bei keiner Stufe.
Muss der Sack während der Reinigung gewechselt werden?
Bei stark verschlammten Teichen ja, meist mehrfach. Ein längerer Sack und eine gröbere Stufe verlängern die Zeit bis zum Wechsel. Planen Sie einen zweiten Sack ein, damit Sie nicht mitten in der Arbeit warten müssen.
Kann ich die Wasserrückführung auch mit einer normalen Schmutzwasserpumpe machen?
Teichschlamm absaugen mit Schmutzwasserpumpe funktioniert grundsätzlich, sofern die Pumpe die Feststoffe fördern kann und nicht selbst verstopft. Ein Teichschlammsauger ist dafür konstruiert, eine Schmutzwasserpumpe nicht in jedem Fall. Prüfen Sie die zulässige Korngröße der Pumpe.




