260 mm × 250 mm
kleine Hof- oder Punktentwässerung
Hofeimer ansehen →Kunststoffgranulat, Pellets und Mahlgut gehen dort verloren, wo sie bewegt werden: beim Absacken, beim Umfüllen, an der Silobefüllung, in der Verladung, beim Reinigen. Was auf den Hof gelangt, wird beim nächsten Regen in die Entwässerung gespült. Der Ablauf ist damit die letzte Stelle, an der sich der Verlust noch aufhalten lässt.
Genau dort setzen diese Rückhaltesysteme an. Ein Granulat-Rückhaltesystem besteht aus einem verzinkten Stahleimer, der den vorhandenen Schmutzfangeimer ersetzt, und einem vormontierten textilen Filtereinsatz mit nominell 70 Mikrometern. Das einlaufende Wasser wird durch das Gewebe geführt, Granulat und gröbere Partikel bleiben im Eimer.
Fünf Bauformen: Hofeimer, B1, D1, C3 und A4 · vormontierter textiler Filtereinsatz mit nominell 70 µm · verzinkte Stahleimer für Hof- und Straßenabläufe · Nachrüstfilter für vorhandene passende Eimer
Die Begriffe gehen im Alltag durcheinander. Ob Sie einen Filtersack für Kunststoffgranulat, einen Filtereinsatz für den Schlitzeimer, einen Granulatfilter für den Straßenablauf, einen Filter für Kunststoffpellets oder schlicht Kunststoffgranulat auffangen wollen: Gemeint ist dieselbe Aufgabe. Ein Filtersack für den Hofablauf im Schlitzeimer und ein Schlitzeimer für den Straßenablauf unterscheiden sich nur im Einbauort, nicht im Prinzip. Auch die Bezeichnung Schlitzeimer und Gullieimer meint dieselbe Bauart. Was zählt, ist die Passform zum vorhandenen Schacht.
kleine Hof- oder Punktentwässerung
Hofeimer ansehen →Öffnung schmal und Tiefe unter etwa 350 mm
B1 ansehen →Öffnung weit, Tiefe rund 350 bis 600 mm
D1 ansehen →Öffnung weit und Tiefe ab rund 600 mm
C3 ansehen →tiefer Straßenablauf mit passender Form
A4 ansehen →passender Eimer bereits vorhanden
Nachrüstfilter ansehen →Der häufigste Irrtum bei dieser Produktfamilie ist die Annahme, es gehe um Kapazität. Das ist nicht der Fall. Die Bauformen sind unterschiedlichen Sinkkastenformen zugeordnet, und zwei von ihnen fassen praktisch dasselbe.
| Bauform | Durchmesser | Höhe | Rechnerisches Volumen | Passt, wenn |
|---|---|---|---|---|
| Hofeimer | 260 mm | 250 mm | rund 13 l | kleine Hof- oder Punktentwässerung |
| Schlitzeimer B1 | 305 mm | 250 mm | rund 18 l | Öffnung schmal und Tiefe unter etwa 350 mm |
| Schlitzeimer D1 | 395 mm | 325 mm | rund 40 l | Öffnung weit, Tiefe rund 350 bis 600 mm |
| Schlitzeimer C3 | 395 mm | 575 mm | rund 70 l | Öffnung weit und Tiefe ab rund 600 mm |
| Schlitzeimer A4 | 385 mm | 600 mm | rund 70 l | tiefer Straßenablauf mit passender Form |
| Nachrüstfilter | – | – | – | passender Eimer bereits vorhanden |
Die Volumenwerte sind aus den Außenmaßen abgeleitet und dienen der Orientierung; Wandstärke und Füllgrad verändern die nutzbare Menge. Alle Bauformen verwenden dasselbe Filtergewebe mit nominell 70 Mikrometern. Sie unterscheiden sich nicht in der Feinheit, sondern in der Passform.
Wenn Sie am Ablauf stehen, brauchen Sie nur zwei Werte.
Die lichte Weite der Öffnung. Sie entscheidet, welcher Eimerdurchmesser überhaupt eingebracht werden kann. Bei weniger als 395 Millimetern scheiden C3 und D1 aus, bei weniger als 305 Millimetern bleibt der Hofeimer.
Die Tiefe von der Auflagekante bis zur Sohle. Sie entscheidet über die Höhe. Rechnen Sie zur Eimerhöhe etwas Freiraum hinzu.
Mit diesen beiden Zahlen lässt sich die passende Bauform in aller Regel eindeutig bestimmen. Bei Abläufen, die nicht der üblichen Geometrie folgen, senden Sie uns Maße und ein Foto mit Zollstock.
Die EU-Verordnung 2025/2365 nimmt Betriebe in die Pflicht, Verluste von Kunststoffgranulat entlang der Lieferkette zu vermeiden. Programme wie Operation Clean Sweep verfolgen dasselbe Ziel auf freiwilliger Basis; im Fachjargon läuft das Thema unter Pellet Loss. Beide setzen an betrieblichen Maßnahmen, an Abläufen und an der Dokumentation an.
Ein Rückhaltesystem am Ablauf kann eine dieser Maßnahmen sein, und zwar eine wirksame: Es greift dort, wo Verluste die Betriebsfläche verlassen. Was es nicht kann, ist die Pflichten eines Betriebs erfüllen. Dafür braucht es das Zusammenspiel aus Vermeidung am Entstehungsort, Kehr- und Reinigungsroutinen, Schulung, Kontrolle und Nachweisführung.
Konformität und Auditsicherheit entstehen damit auf der Ebene des Betriebs, nicht auf der Ebene eines Bauteils. Was ein Rückhaltesystem beitragen kann, ist eine technisch belastbare Rückhaltestufe mit klar benannten Grenzen.
Der textile Einsatz hält Partikel oberhalb seiner Rückhaltegrenze von nominell 70 Mikrometern zurück. Typisches Granulat und typische Pellets liegen deutlich darüber und werden erfasst. Feinstes Mahlgut und Abrieb unterhalb der Grenze passieren das Gewebe.
Ein vollständiger Rückhalt ist mit einem 70-µm-Textil nicht erreichbar, und bei hohem Zulauf mit beladenem Filter ist die Ableitfähigkeit begrenzt. Beides gehört zur ehrlichen Auslegung: Ein Rückhaltesystem braucht einen Kontrollrhythmus, der zur Belastung der Fläche passt. Ohne Wartung arbeitet es nach einiger Zeit gegen die Entwässerung.
Wenn brauchbare Eimer der passenden Bauform bereits vorhanden sind, ist der einzelne Nachrüstfilter der wirtschaftlichere Weg. Voraussetzung ist, dass der Eimer unbeschädigt ist und der Einsatz sauber am Rand sitzt.
Die Passform muss dabei anhand der tatsächlichen Maße geprüft werden, nicht anhand der Typenbezeichnung. Eimer gleicher Benennung können sich in Randausführung, Höhe und Schlitzbild unterscheiden.
Die Rückfragen aus kunststoffverarbeitenden Betrieben und der Logistik betreffen Auswahl, Wartung und die regulatorische Einordnung.
Messen Sie die lichte Weite der Öffnung und die Tiefe von der Auflagekante bis zur Sohle. Diese beiden Werte führen in der Regel eindeutig zur passenden Bauform. Bei ungewöhnlicher Geometrie prüfen wir anhand von Maßen und Fotos.
Das System kann betriebliche Rückhaltemaßnahmen unterstützen. Ob Ihr Betrieb seine Pflichten vollständig erfüllt, hängt vom gesamten Maßnahmen- und Dokumentationskonzept ab. Diese Bewertung nimmt der Betrieb vor, gegebenenfalls mit fachlicher Begleitung.
Ein beladener Filter senkt den Durchfluss. Wie stark sich das auswirkt, hängt von Fläche, Zulauf und Beladungszustand ab. Eine Zusage für Starkregen geben wir nicht; der Wartungsturnus ist die wirksame Gegenmaßnahme.
Ja. Für alle fünf Bauformen gibt es den passenden Einsatz einzeln. Der Eimer bleibt im Ablauf.
Sie halten Partikel oberhalb der Rückhaltegrenze zurück. Typisches Granulat und typische Pellets liegen darüber. Feinstes Mahlgut und Abrieb unterhalb von etwa 70 Mikrometern passieren das Gewebe. Einen vollständigen Rückhalt behaupten wir nicht.
Für die im Hof- und Verladebereich üblichen Medien ist der Einsatz vorgesehen. Eine pauschale Beständigkeit gegen Chemikalien, Öle oder UV-Belastung sichern wir nicht zu. Bei besonderen Medien klären wir die Materialfrage vorab.
Auswahlhilfen und technische Hintergründe zu den Produkten dieser Kategorie.
Wo Granulatverluste entstehen, welche betrieblichen Maßnahmen greifen und wie EU 2025/2365 und Operation Clean Sweep einzuordnen sind.
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